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Cengiz Kulaksiz

Da ich 1997 begonnen habe in der HKLS – Branche zu arbeiten und mich seit 2008 tagtäglich mit KundInnen über die Entwässerung von Abwasser austausche, möchte ich gerne an dieser Stelle meine Erfahrungen mit Ihnen teilen. Gleichzeitig informiere ich mich als langjähriges Mitglied im österreichischen Normungsausschuss über zukünftige Herausforderungen in der Gebäudeentwässerung.
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Titelbild BA vs VA

Sicherheit für Bad & Bauwerk: Abgedichtet mit Verbundabdichtung und Bauwerksabdichtung

Sicherheit ist eines der wichtigsten Elemente, die bei der Planung und dem Bau eines Gebäudes berücksichtigt werden müssen. Die Sicherheit eines Gebäudes und die Qualität seines Badezimmers hängt in erster Linie von seiner Bauweise und den verwendeten Materialien ab.

Warum ist Sicherheit beim Bauwerk so wichtig?

Ein wesentlicher Faktor der Sicherheit eines Gebäudes ist seine Abdichtung. Die Abdichtung von Gebäuden ist deshalb so wichtig, weil sie dafür sorgt, das keine Feuchtigkeit oder andere Stoffe in das Bauwerk eindringen können. Feuchtigkeit kann zum Beispiel zu Schimmelbildung führen, was wiederum zu Gesundheitsrisiken für die Menschen führt, die in dem Gebäude leben oder arbeiten.

Um diese Gefahren zu vermeiden, muss also sichergestellt werden, dass die Abdichtung von Gebäuden und vor allem deren Badezimmern ordnungsgemäß funktioniert. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die Abdichtung von Gebäuden zu verbessern. Eine dieser Möglichkeiten ist es, die Abdichtung durch eine Verbundabdichtung zu lösen.

Wasserschaden

Was sind die unterschiedlichen Arten der Abdichtung für Bauwerke?

Normativ wird zwischen unterschiedlichen Arten von Abdichtungen unterschieden. Die Bauwerksabdichtung wird laut ÖNORM B 3692 direkt am tragenden Bauteil (Rohdecke) aufgetragen, hingegen wird die Verbundabdichtung direkt am Estrich also unter den Fliesen aufgebracht. Je nach Anforderung bzw. Beanspruchungsklasse ist Verbundabdichtung, Bauwerksabdichtung oder sogar beides notwendig. Die Anforderungen werden durch die ÖNORM B 3407 festgelegt (siehe Siphoniker Artikel zu den Beanspruchungsklassen).

Grundlagen der Verbundabdichtung?

Da Fliesen oder andere für Badezimmer typische Beläge nicht als dauerhaft dicht angesehen werden muss der darunterliegende Estrich durch eine sogenannte Verbundabdichtung geschützt werden. Die Verbundabdichtung wird direkt auf dem Estrichbelag aufgetragen und Wasser, welches durch Fliesen bzw. die dazwischenliegenden Fugen durchdringt, wird auf der Abdichtungsebene abgeleitet und entwässert (Sekundärentwässerung). Um Sekundärentwässerung zu ermöglichen ist ein Gefälle im Untergrund (auf dem Estrich) gemäß ÖNORM B 3407 mit mind. 2% auszubilden.

Im Normalfall besteht die Verbundabdichtung aus Flüssigkunststoff. Die ÖNORM EN 14891 legt jedoch eine Reihe an Materialien bzw. Produkte fest die für den Gebrauch als Verbundabdichtung erlaubt sind. Darunter z.B. Produkte aus wasserundurchlässigem Polymerzement oder Reaktionsharzen. Häufig kommen auch bahnen oder plattenförmige Abdichtungsstoffe zum Einsatz, z.B. bei fertigen Duschelementen (Bsp. HL523N-90×90).

Wann benötige ich eine Verbundabdichtung?

Nicht in jedem Raum wird die Verbundabdichtung bzw. Abdichtung im Allgemeinen benötigt. Die ÖNORM B 3407 legt Beanspruchungsklassen für Innenräume fest bei denen abgedichtet werden muss. Die Verbundabdichtung wird ab Beanspruchungsklasse W3 benötigt, also z.B. im Badezimmer unter einer Duschtasse. Genauere Infos zu den Beanspruchungsklassen und zur Abdichtung im Badezimmer finden sie im Siphoniker-Guide zur Abdichtung im Bad.

Abdichtung unter Fliesen - wie wird die Verbundabdichtung normgerecht aufgebracht?

Die Verbundabdichtung wird im Normalfall vom Fliesenleger aufgetragen, welcher sich dabei an die Anforderungen des technischen Merkblatts der WKO zu halten hat. Auch „Häuselbauern“ und „Selbermachern“ wird empfohlen sich beim Abdichten des Badezimmers an die Richtlinien des Merkblatts zu halten, welches auf Basis der ÖNORM B 3407 entwickelt wurde.

Nach dem technischen Merkblatt müssen die Verbundabdichtungen mit einer Mindesttrockenschichtdicke laut Herstellervorgaben ausgeführt werden. Die Lagen müssen demnach fehlstellenfrei und in gleichmäßiger Stärke erfolgen. Dabei ist eine vereinzelt punktuelle Unterschreitung der Schichtdicke verarbeitungsbedingt möglich und zulässig. Eine Wasser- oder Frostbelastung ist bis zur Durchtrocknung und Aushärtung auszuschließen. Gleichzeitig sind Verbundabdichtungen vor mechanischen Belastungen zu schützen.

Bei Flächen wird das jeweilige, zulässige Material der Verbundabdichtung durch Spachteln, Streichen, Kleben, Rollen oder Spritzen aufgetragen. Sie kann mit Einlagen, wenn vom Hersteller freigegeben, mit Vlies oder Gewebe verstärkt werden.

Die Verbundabdichtung wird vom spezialisierten Abdichter, häufig aber auch vom Fliesenleger aufgebracht

Grundlagen der Bauwerksabdichtung

Die Bauwerksabdichtung ist eine Maßnahme zum Schutz von Gebäuden vor Feuchtigkeit und Nässe. Dazu werden verschiedene Materialien und Techniken verwendet, um die Gebäudehülle undichterer Stellen abzudichten und somit eine Durchfeuchtung des Gebäudes zu verhindern. Es gibt verschiedene Arten von Bauwerksabdichtungen, wie z.B. Keller-, Fundament-, Balkon-, Dach- und Badabdichtungen. Von Bauwerksabdichtung wird also immer dann gesprochen, wenn die Gebäudesubstanz geschützt wird.

Wie funktioniert die Bauwerksabdichtung ?

Eine häufig verwendete Methode ist die sogenannte „Trockenlegung“, bei der Wasser von außen abgehalten wird, indem man eine wasserdichte Schicht auf die Gebäudehülle aufbringt. Diese Schicht kann aus Bitumen, Polymer-Modifizierten Bitumen, PVC, EPDM oder anderen Materialien bestehen.

Ausführung der Bauwerksabdichtung

Die Bauwerksabdichtung wird gemäß ÖNORM B 3692 aus dem Jahr 2014 direkt auf dem tragenden Bauteil (Rohdecke) aufgetragen. Dabei werden Bitumenbahnen entweder kalt verklebt oder entsprechend geflämmt. Bei KMB- oder Flüssigkunststoffmassen werden, je nach Herstellerangaben, Spachteln, Pinseln und Roller, sowie Schneidwerkzeug verwendet. Hier wird das Material nach der jeweiligen Beanspruchungsklasse definiert. Es gilt die Auswahl zwischen Bitumenbahnen nach ÖNORM B 3665, Kunststoff-Abdichtungsbahnen gemäß ÖNORM B 3664, KMB gemäß ÖNORM EN 15814 und Flüssigkunststoffe in Anlehnung an ETAG 005. Dazu kommen Bitumen-Kaltselbstklebebahnen.

Wer führt die Bauwerksabdichtung durch?

Die Bauwerksabdichtung muss in jedem Fall von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass sie ordnungsgemäß funktioniert und das Gebäude vor Feuchtigkeit, sowie Nässe schützt. Im Besten Fall führt die Bauwerksabdichtung ein zertifizierter Bauwerksabdichter durch. 

Häufig führen die speziellen Gewerke die Bauwerksabdichtung in ihrem jeweiligen Bereich durch, z.B. Dachdecker für Dachabdichtung oder Maurer für Mauerabdichtungen. Es gibt jedoch auch solche Firmen die auf Bauwerksabdichtungen spezialisiert sind.

Schlussfolgerungen und Fazit

Um ein sicheres Gebäude zu erhalten, ist es wichtig, in die Abdichtung des Gebäudes zu investieren. Wenn Sie die verschiedenen Arten von Abdichtungen kennen, können Sie eine fundierte Entscheidung darüber treffen, welches Produkt für Ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist. Verbundabdichtungen bieten viele Vorteile, wie z. B. eine hohe Verschleißfestigkeit und eine einfache Verarbeitung. Wenn Sie diese Art von Produkt in Erwägung ziehen, sollten Sie sich unbedingt von einem Fachmann beraten lassen, um sicherzustellen, dass es alle Ihre Sicherheitsanforderungen erfüllt.

Quellen

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